"Menschenrechte und Demokratie haben sich gegen den erbitterten Widerstand der Religionen schon weit verbreitet!"

mit Karl Linek sprach Stephan Neuhäuser
Foto: Österreichischer Freidenkerbund

Karl Linek, Chemiker, Vertreter der "Internationalen Humanistisch-Ethischen Union" (IHEU) bei der UNO ist langjähriges Vorstandsmitglied des Freidenkerbundes Österreich (FBÖ). Er ist federführend für Ausarbeitung der Grundsätze und des Leitbildes des Freidenkerbundes Österreich verantwortlich.

Pädophilie, Terrorismus und Steinigungsurteile haben organisierte Religionsgemeinschaften im ausgehenden Jahr 2002 wieder einmal heftig in unser Blickfeld gerückt. In Österreich setzt sich besonders der Freidenkerbund für die endgültige Trennung von Staat und Kirche ein. Seine Bemühungen sind bitter notwendig, betrachtet man allein die Worte des Kardinals von Wien vom 9. November(!): "Wenn Sie die Inquisition in die damalige Gerichtsbarkeit hineinversetzen, dann muss man sagen, dass die Inquisition ein Fortschritt war." (Herr Schönborn in "Die Presse", 9. 11. 2002; Seite 13)

Was tut denn der Freidenkerbund?

Der Freidenkerbund ist eine Weltanschauungsorganisation. Er vermittelt ein aufgeklärtes, humanistisches und auf Wissenschaft basierendes Weltbild. Der freie, autonom entscheidende Mensch und die Umwelt stehen im Mittelpunkt der Ethik. Sowohl dualistische Weltbilder, also Diesseits-Jenseits, Geist-Seele, als auch teleologische (irgend etwas gibt ein Ziel oder einen Sinn des Lebens vor) Denkschemata lehnen wir ab, da sie willkürlich und leicht zu missbrauchen sind. Aus diesem Grunde sind wir skeptisch, ja sogar ablehnend gegenüber jedweder Religion und Ideologie.

Wie groß ist der Freidenkerbund heute – wie entwickelt sich die Mitgliederzahl? Und wo in der politischen Landschaft ist der früher eindeutig sozialdemokratisch politisch zu verortende Freidenkerbund heute zu finden?

Der Freidenkerbund hat heute ungefähr 1000 Mitglieder. Die Sympathisanten machen ein Vielfaches aus, da jedoch nach dem Austritt aus der Kirche eine große Abneigung besteht, wieder in eine Organisation einzutreten, bleiben viele einfach konfessionslos. Darüberhinaus sind wir noch weitgehend unbekannt, so dass etwaige Eintrittswillige keine Chance haben uns beizutreten. Durch das Internet gibt es aber immer mehr Leute, die uns über dieses Medium kontaktieren, sodass der Zuwachs in letzter Zeit erfreulich ist. Nach dem 2. Weltkrieg hat sich der Freidenkerbund parteiungebunden positioniert. Das heisst, dass wir mit allen Parteien zusammenarbeiten, die mit unseren Grundsätzen kompatibel sind.

Was sind die gesellschaftspolitischen Ziele des Freidenkerbundes?

Wir wollen eine Gesellschaft von mündigen Bürgern. Mündigkeit fällt jedoch nicht vom Himmel, sondern muss erarbeitet werden. Daher steht Bildung in jedem Lebensalter ganz oben auf unseren Liste von Zielen. Wir wollen, dass schon in der Kindheit jenes Fundament gelegt wird, dass es jedem Menschen erlaubt über seine Weltanschauung, seine Lebensziele, seine Wertvorstellungen zu entscheiden. Daher wollen wir einen Lebenskundeunterricht nach Berliner Schule.

Dort wird in den ersten Schuljahren auf soziale Kompetenz Wert gelegt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen müssen in Ordnung sein. Danach wird anhand lebensnaher Situationen die Persönlichkeit durch Diskussionen gestärkt. So sollen die SchülerInnen offen ihre Meinung sagen können; dabei ist es erforderlich, dass keine Benotung stattfindet. In einer dritten Phase soll der Lebenskundeunterricht in das Fach Philosophie übergehen.

Der Freidenkerbund steht für Menschenrechte und Demokratie. Wir hatten immer unter Diktaturen zu leiden. Es war einerlei, ob es Nationalsozialismus, Klerikalfaschismus oder Stalinismus war – wir wurden immer "verboten". Frei nach Konstantin Wecker: Kritische Menschen sind in jedem System nur historisch hoch angesehen. Wir wollen daher, dass Feiertage für Menschenrechte und Demokratie eingeführt werden. Es ist nicht einzusehen, dass Religionen die Begründung für Feiertage liefern, aber ablehnend gegenüber den menschenrechtlichen Säulen unserer Gesellschaft sind. Dies ist auch ein Grund, warum wir die Trennung von Staat und Kirche fordern.

Kirchen bekommen Zuwendungen vom Staat, die jährlich ca. 1,5 Mrd. Euro ausmachen. Das könnte man einsparen. Da wir uns jedoch im Klaren sind, dass dieses Ziel derzeit nicht zu erreichen ist, streben wir eine Gleichberechtigung mit Religionen an. Wir wollen die Anerkennung als Weltanschauungsgemeinschaft. Diese würde uns ermöglichen, den Lebenskundeunterricht für unsere Kinder zu finanzieren. Weiters kämpfen wir gegen den Gotteslästerungsparagraphen und dafür, dass die Kindstaufe vom Staat nicht als Eintritt in eine Religion anerkannt wird. Weitere Ziele zu nennen würde den Rahmen sprengen.

Könnten Sie ein wenig näher auf die "Berliner Schule" eingehen?

In Berlin wird von unserer Schwesterorganisation (Humanistischer Verband Deutschlands) seit über 10 Jahren ein Lebenskundeunterricht durchgeführt. In den Niederlanden gibt es ihn sogar schon seit 30 Jahren. Damit liegen schon umfangreiche Erfahrungen vor, welche man sehr gut nützen könnte. Durch einen wissenschaftlichen Beirat wurde der Unterrricht immer weiter verbessert. Anders als der Ethikunterricht wird nicht auf ein Vergleichen der Religionen abgezielt, sondern es soll die Persönlichkeit des Menschen hinsichtlich ihrer Kritikfähigkeit, Urteilsfähigkeit und sozialen Kompetenz gefestigt werden. Wenn dann religiöse oder ideologische Strömungen auftauchen, hat man ein Rüstzeug zur autonomen Beurteilung und kann sich dafür oder dagegen entscheiden.

Aber es ist nichts Vorgekautes, das man zu schlucken hat. Es würde zu weit führen, die Berliner Schule zu besprechen, auch wenn es sehr interessant wäre. So möchte ich nur die Methode des moralischen Dilemmas erwähnen: Dabei wird eine Situation, welche moralisch nicht eindeutig bewertet werden kann, diskutiert. Etwa derart: Man bekommt ein Geschenk von der geliebten Großmutter, aber es ist nicht das, was man sich vorgestellt hat. Soll man nun lügen und so tun, als ob es gut ist? Soll man Ehrlichkeit über alles stellen? An solchen Dilemmata wird die Urteilskraft gestärkt. Da es in einer Gruppe dazu sicher verschiede Meinungen gibt, wird im Zuge der Diskussion eine soziale Kompetenz erlernt. Nebenbei lernt man zu argumentieren und zu debattieren. Das sind Fertigkeiten, die heute immer wichtiger werden.

Was unternimmt der Freidenkerbund, um seine Ziele zu erreichen?

Unsere derzeitigen Aktivitäten liegen besonders auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung. Da kann man mit wenigen finanzellen Mitteln viel erreichen. Weiters versuchen wir durch Klagen beim Verfassungsgerichtshof die Gesetze zu Fall zu bringen, die die Rechte von Menschen mit nichtreligiösen Weltanschauungen verletzen.

"Christliche Werte" – christliche Werte werden in Österreich üblicherweise äußerst positiv konotiert. Welche "Werte" setzen Sie den religiösen Geboten entgegen und in der Folge: Woher leiten Sie diese Werte ab?

Wir leiten unsere Werte aus der Vernunft ab. Für uns sind alle Menschen "gleich an Rechten und Würden". Dies ist zugleich auch der 1. Artikel der Menschenrechtsdeklaration. Wir Freidenker sind aber nicht nur deswegen für Menschenrechte und Demokratie, sondern auch aus zentralen weltanschaulichen Motiven heraus. Demokratie geht ja von der Utopie aus, dass alle Menschen in ihrem "Mensch sein" gewissermaßen Experten und somit mündig sind. Das zu leben, ist uns wichtig. Mit anderen Worten: Wenn es jemandem ernst mit der Demokratie ist, muss er/sie auch mit den Grundsätzen der Freidenker übereinstimmen.

Traditionell war der Freidenkerbund auf die Trennung von (österreichischem) Staat und (katholischer) Kirche fokussiert. In Österreich ist die am stärksten wachsende Religionsgemeinschaft aber die islamische. Wie reagiert der Freidenkerbund auf diese Tatsache? Gehen Sie offensiv auf hier lebende FreidenkerInnen aus dem türkischen, arabischen oder persischen Raum zu?

Wir machen keine Unterschiede in der Kritik von Religionen. Die Moslems sind in Österreich kein so großes Problem, dass man scharf reagieren müsste. Freidenker haben immer mit jenen Religionen zu kämpfen, die im Land etwas zu sagen haben. In Österreich ist es das Christentum. Aber in Pakistan sind es die Moslems, die die Freidenker zu Tode verurteilen. Natürlich ist es auch der Islam, der dort am meisten bekämpft wird. Wir lassen uns jedoch nicht für fremdenfeindliche Politik missbrauchen. Ich weise darauf hin, dass der Islam zwar die am stärksten wachsende Religionsgemeinschaft ist, aber die Zahl der Konfessionslosen noch schneller wächst!

Die christlichen Kirchen betreiben massiv "Sektenaufklärung" und lenken damit von eigenen Unzulänglichkeiten ab (Kindesmissbrauch, Engelswerk, Opus Dei et.al.). Engagiert sich der Freidenkerbund in diesem Bereich bzw. wird er als unabhängige aufklärerische Instanz wahrgenommen?

Wir können Aufklärung in diesem Sinne nur im Rahmen der Erwachsenenbildung wahr nehmen. Ohne starken finanzellen und juristischen Rückhalt kann man Sektenaufklärung nicht durchführen. Man wird sonst in Prozesse verwickelt, die den Freidenkerbund vernichten würden. Auch hier könnten wir ganz anders handeln, wenn wir als Weltanschauungsorganisation anerkannt sind.

Was genau ist eine "Weltanschauungsorganisation" und welche staatliche Institution müsste eine "Weltanschauungsorganisation" anerkennen?

Eine Weltanschauungsorganisation vertritt sowohl eine Ansicht über die Welt, die Umwelt und den Menschen, als auch eine Ansicht darüber, wie sich diese Welt entwickeln soll – quasi als Überbegriff über Religion, Ideologie und Lebensphilosophie. Anerkannt kann man sowohl durch eine Verordnung des Unterrichtsministeriums als auch durch ein Gesetz werden. Damit ist die Institution der Staat Österreich.

Wäre es nicht einfacher, alle Weltanschauungsgemeinschaften wären als gleichberechtigte (gemeinnützige) Vereine organisiert, auf die der "Staat" gar keinen Einfluß hat? Durch die staatliche Anerkennung – die letzte fand noch in der k.u.k. Monarchie statt! – entsteht ja eine Zweiklassengesellschaft.

In der Monarchie hat man Religionen per Gesetz anerkannt, da sie die Anforderungen des Anerkennungsgesetzes nicht erfüllten. Man erkannte sozusagen, dass man Unrecht produzierte, aber man flickte dann dieses wo es notwendig war, ohne das Anerkennungsgesetz zu reformieren. Somit ist es zunächst einmal nicht abwegig, diesen Schritt hin zur "Weltanschauungsgemeinschaft" zu tun. Die Zweiklassengesellschaft entsteht weniger durch solche Reparaturdienste, als durch das ursprüngliche Gesetz. Natürlich wird es das Ziel der Freidenker bleiben, alle Weltanschauungen, also auch die Religionen, vom Staat zu trennen. Aber dies erfordert, dass die Bevölkerung dahingehend ein Bewusstsein entwickelt und danach handelt. Die Religionen benutzen ihre Vorzugsstellung, um Propaganda dagegen zu machen. Wenn wir also zuerst eine Gleichstellung fordern, dann ist das der pragmatische Umweg, der aber schneller zum Ziel führt.

Der Freidenkerbund wurde 1934 im "christlichen Ständestaat" des Diktators Dollfuß verboten, sein Vermögen wurde eingezogen. Gab es nach 1945 Restitutionen, ähnlich der an die katholische Kirche?

Nein, rechtlich sind wir nicht der Freidenkerbund von 1933, da eine Wiedergründung verboten wurde. Wenn man es so nimmt, wurden wir nicht nur von den Faschisten verfolgt, sondern auch von der 2. Republik bestraft. Das schmerzt besonders, da die Kirche gemeinsame Sache mit dem Faschismus machte und bis heute "Wiedergutmachung" für die NS-Zeit bekommt.

Die Wiedergründung – also die Schaffung einer Kontinuität – wurde 1945 verboten? Mit welcher Begründung?

Das Verbot von 1933 und nicht 1934 erfolgte aufgrund des Vereinsgesetzes. Es wurde vom katholischen Faschismus schon längere Zeit darauf hingearbeitet, den Verein aufzulösen. Als Begründung wurde die zunehmende Verspottung der katholischen Kirche genannt. Wenn man einer solchen Argumentation folgen würde, dann wären wir auch heute aufzulösen. Wir stehen dazu, die Subversivität des Lachens bewusst einzusetzen. Hierzu kann ich als Literatur "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren" von Hubert Schleichert empfehlen. Nichts fürchten Fundamentalisten mehr als das Lachen. Und Hand auf's Herz: Was soll man anderes tun, wenn man von einer unbefleckten Empfängnis hört, wenn man davon hört, dass sich Getreideprodukte und Rotwein in Fleisch und Blut eines Gottes verwandeln? Wobei wir gar nicht so sehr darauf aus sind, den Glauben deswegen anzugreifen, weil er unvernünftig ist, sondern weil Gläubige mit ihrer oft irrationalen Weltanschauung massiv auf das öffentliche Leben Einfluss nehmen. Wenn etwa gegen die Verhütung – und da sind wir noch gar nicht bei der Abtreibung – gewettert wird, dann tun die das wegen ihres Glaubens. Da die Gläubigen ihre Religion mit Politik verbinden, bleibt uns gar nichts anderes über, als nicht nur ihre Poltik, sondern auch den dazugehörigen Glauben zu durchleuchten.

Welche Aktivitäten setzt der Freidenkerbund in Hinblick auf Wiedergutmachung des 1934 erlittenen Unrechts?

Derzeit keine. Die Erfolgschancen sind gering, solange die Macht der Kirchen bis in die Köpfe der Entscheidungsträger reicht.

Ursprünglich sozialdemokratisch, 1934 am Vorabend des Klerikalfaschismus verboten. Wie ist das Verhältnis des Freidenkerbundes zu den österreichischen Parteien? Welche Parteien vertreten Ihre Werte am ehesten? Warum hält sich der Freidenkerbund in politischen Dingen so zurück?

Keine der Parteien bekommt unsere volle Sympathie. Aber das liegt wohl in der Natur der Sache, da man als größere Partei auch viele christliche Wähler hat, welche "bedient" werden wollen. Dass wir mit der ÖVP als programmatisch christliche Partei weniger Gesprächsbasis finden, ist offensichlich. Da die FPÖ eine zu unkritische Politik pflegt und somit auch gegen Menschen (Ausländer) offensiv auftritt, ist auch hier die mögliche Kontaktfläche winzig. Die SPÖ hat sich nach und nach zu einer weltanschauungsneutralen Partei entwickelt. Damit sind Kooperationen nicht ausgeschlossen, aber nicht übermäßig verwirklicht. Die Grünen haben zwar in ihrem Programm die Anerkennung von Weltsanschauungen, aber sie haben nicht spezifiziert, ob sie das auch juristisch meinen. Das LIF hat zwar die Trennung von Staat und Kirche gefordert, aber eine derart wirtschaftsliberale Politik vertreten, dass man sich fragen musste, welche Rolle der Mensch in ihren Augen hat. Ich habe mir auch die Grundsätze der Sozialliberalen angesehen. Was ich gesehen habe, hat mich erfreut. Die Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Freidenker ist sehr groß.

Wie ist heute – nach den schlechten Erfahrungen von 1934 – das Verhältnis des Freidenkerbundes zur ÖVP? Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer hat ja im laufenden Wahlkampf festgestellt, dass beispielsweise die Beibehaltung schulischen Religionsunterrichtes ein "modernes Heimatgefühl" vermittle. Könnte aus der ÖVP für sie jemals eine "moderne konservative" Partei ohne religiöse Präferenzen entstehen, die die Werte der Aufklärung annehmen könnte?

Die ÖVP steht für christlich und wir für Humanismus und Aufklärung. Sie müsste sich von dieser Doktrin lösen, dann könnte man sich auch Kontakte zur ÖVP vorstellen. Aber die ÖVP ohne christliche Ausrichtung? Das käme einer Quadratur des Kreises gleich, aber wir lassen uns das gerne zeigen.

Die FPÖ ist eine traditionell antiklerikale Partei, sieht man von einigen "katholischen Nationalen" ab (früher Leute vom Schlag eines Seyss-Inquart, heute Ewald Stadler) – gab es jemals eine Nahebeziehung zur FPÖ bzw. deren Vorläuferorganisationen? Der bekannte US-Historiker Evan Burr Bukey ("Hitlers Österreich") beschreibt ja die Haltung der antiklerikalen Arbeiterschaft Österreichs, die dem Freidenkerbund sehr nahe stand 1938-1945 zwar großteils als standhaft sozialdemokratisch und NS-feindlich, aber mit dem anti-katholischen Kurs der NS-Herrschaft einverstanden.

Die FPÖ hat zwar einen antiklerikalen Flügel, aber das übertüncht ja nicht die inhumanen Züge. Ständig wird nur von Ausländern gesprochen. Ausländer seien an der Arbeitslosigkeit schuld, die Ausländer würden den Österreichern hier und dort etwas wegnehmen... Doch nie wird von Menschen gesprochen. Es gibt in der FPÖ keinen Willen, Menschlichkeit und Solidarität walten zu lassen. Der Freidenkerbund wird sich sicher nicht vor eine solche Politik spannen lassen.

Abschließend eine Utopie: Glauben Sie, dass eines Tages in ferner Zukunft "Religion" (d.h. "Rückbindung") durch "Philosopie" ("Liebe zur Weisheit") ersetzt sein wird?

Von dieser Hoffnung sind wir getrieben. Die Chance scheint aus heutiger Sicht zwar eher gering, aber immerhin haben sich Menschenrechte und Demokratie gegen den erbitterten Widerstand der Religionen auf der Welt schon weit verbreitet. Jedoch wissen wir auch, dass dies nicht durch eine Naturkatastrophe eintreten wird. Ohne stete Arbeit auf dieses Ziel hin geht es überhaupt nicht. Dies ist der Grund für unser Engagement. ×